Zu Besuch bei den Freien Sozialen Dienste

Auf Einladung der Freien Sozialen Dienste informierte Niels Weller sich über die Arbeit des ambulanten Dienstes. Die seit 1985 existierenden Freien Sozialen Dienste unterstützen Familien und Jugendliche sowie Menschen mit psychischen Störungen in Wilhelmshaven.

Neben den Aufgaben der FSD, interessierte Niels Weller die Weiterentwicklung des Unterstützungssystems. Britta Hauck (Fachbereichsleitung Kinder und Jugendhilfe) führte hierzu aus, durch die Vernetzung der Hilfeangebote, können wirksame Hilfen ambulant gewährleistet werden. Verschiedene Akteure wie Schulen, die Familienzentren und die ambulanten Hilfen arbeiten schon derzeit zusammen, um bestmögliche Unterstützung für die Familien gewährleisten zu können. Walter Langer (Geschäftsführer) unterstrich diesen Gedanken und führte weiter aus „Wir müssen wegkommen vom Denken in Säulen. Wenn wir Säulenübergreifende Angebote schaffen, können durch das Zusammenwirken der verschiedene Bereiche Versorgungslücken schließen.“ So entwickeln die Freien Sozialen Dienste im derzeit Rahmen eines Niedersächsischen Modellprojekts ein Angebot zur ambulanten Versorgung von Kindern mit psychischen Störungen.

Neben der konzeptionellen Weiterentwicklung im Sozialen Bereich, sieht Niels Weller die kommunale Verantwortung insbesondere in der wirksamkeitsorientierten Weiterentwicklung der Steuerung von ineinander abgestimmten Unterstützungsleistungen. So könne man die besten Resultate erzielen.

Als weiteren Punkt wurde der verbreitete Fachkräftemangel besprochen. In Bezug auf den Fachkräftemangel stellte Niels Wellers fest „Um Fachkräfte zu gewinnen, müssen wir die Attraktivität des Standortes Wilhelmshaven verbessern. Das gilt auch für Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen. Neben den Anstrengungen die Ausbildungsmöglichkeiten auszubauen, muss auch die Infrastruktur weiterentwickelt werden. Ein Baustein ist beispielsweise die flächendeckende Ganztagsbetreuung, die in Wilhelmshaven weiter ausgebaut werden muss“