Niels Weller beim Sozialverband Deutschland

Zu einem informativen Meinungsaustausch besuchte der Oberbürgemeisterkandidat der SPD, Niels Weller, jetzt den Kreisverband Wilhelmshaven des Sozialverbandes Deutschland (SoVD).

Die Mitglieder des Kreisverbandsvorstandes mit ihrem Vorsitzenden Hans-Peter de Vries berichteten über ihre vielfältige Arbeit als sozialpolitische Interessenvertretung für ihre über 3000 Mitglieder in Wilhelmshaven.

Ihre Kernaufgabe besteht in der Durchsetzung von Ansprüchen auf Leistungen aus den sozialen Sicherungssystemen,wie z.B. Rente, Arbeitslosengeld I und II (HartzIV), Krankenversicherung, Pflege, Sozialhilfe, Behinderung, Berufskrankheiten, staatlichen Entschädigungsleistungen, medizinischer Rehabilitation und Patientenverfügungen/Vorsorgevollmachten.

Hier kritisiert der Verband z.B. die nicht immer ausreichende Beratungspflicht von Krankenkassen oder dem Job-Center. Der Sozialverband versteht sich aber auch als politische Interessenvertretung zur Verbesserung der sozialen Sicherheit. Der Kreisverbandsvorsitzende Hans-Peter de Vries erläuterte auch kommunalpolitische Probleme, mit denen sich der Sozialverband in Wilhelmshaven beschäftigt.

So gibt es immer wieder Schwierigkeiten mit Parkerlaubnissen für behinderte oder gesundheitlich beeinträchtigte Menschen. Damit sind immerhin ca. 600 Mitbürger in Wilhelmshaven konfrontiert. Die Vertretung des Sozialverbandes in Ausschüssen des Rates sollte wesentlich verbessert werden.

Auch gibt es in der täglichen Arbeit immer wieder Probleme, z.B. Adressenüberprüfungen bei der Stadt vorzunehmen, ohne dafür sehr hohe Gebühren bezahlen zu müssen. Niels Weller betonte in seinen Ausführungen, das der Sozialverband Deutschland für ihn eine ganz wichtige Adresse für soziale Gerechtigkeit sei.

Insbesondere das Thema „Inklusion“ ist sowohl für Weller als auch den Sozialverband ein wichtiges kommunalpolitisches Aufgabenfeld, um die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben, unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten, ihrer sozialen Herkunft, ihres Geschlechts oder Alters, zu gewährleisten.

Am Beispiel der Barrierefreiheit wurde deutlich, das dies längst nicht überall in der Kommune wirksam umgesetzt worden ist, und hier erheblicher Nachholbedarf besteht.

Weller und der SoVD waren sich zudem darin einig, dass die Schaffung von preisgebundenem und barrierefreiem Wohnraum ein ganz wichtiges Thema der künftigen kommunalen Baupolitik ist.

Die Zusammenarbeit mit dem Behinderten- und Seniorenbeirat der Stadt hat hier für Weller eine hohe Bedeutung.

Auch in der Arbeit des Sozialverbandes war für Niels Weller die enorme Bereitschaft von Ehrenamtlichen erkennbar, sich aktiv einzubringen.

Der Dank dafür von offizieller Seite, z. B. in Form des „Tages des Ehrenamtes“ sollte deshalb keine Pflichtübung sein, sondern deutlich erkennbarer Ausdruck für die Anerkennung unserer Gesellschaft.