Für eine Rückbesinnung auf den STEP plus-Prozess bei zentralen Fragen der Stadtentwicklungsplanung!

In seiner Sitzung am 26.11.2014 hat der Rat der Stadt Wilhelmshaven das Handlungskonzept des Stadtentwicklungsplans STEP plus beschlossen. Das bedeutet konkret:

    1. Bei allen Planungen, einschließlich des Flächennutzungsplans, sind die Aussagen des Handlungskonzeptes im Sinne des § 1 Abs. 6 Nr. 11 Baugesetzbuch als städtisches Entwicklungskonzept zu berücksichtigen
    2. Die Verwaltung wird beauftragt aus den Handlungsfeldern und Leitprojekten ein fachübergreifendes Handlungsprogramm für die gesamte Stadt, einschließlich seiner Eigenbetriebe und Gesellschaften aufzustellen, alle 2 Jahre fortzuschreiben und über ein begleitendes Monitorring seine Umsetzung zu kontrollieren und seinen Erfolg zu überprüfen.

Als Handlungsfelder der Stadtentwicklung sind definiert:

    1. Tragfähige Siedlungsflächentwicklung
    2. Zentrenstruktur stärken/Attraktive City
    3. Stadtbild Tourismus
    4. Städtische Mobilität
    5. Attraktive Wohnangebote schaffen
    6. Wilhelmshaven als Industrie- und Gewerbestandort profilieren
    7. Zukunft gemeinsam gestalten

Aus diesen einzelnen Handlungsfeldern wurden Projekte ausgewählt, auf einer Zeitachse priorisiert und als Handlungsprogramm vom Rat verabschiedet (regelmäßige Fortschreibung siehe oben).

Beim STEP plus-Prozess handelt es sich um einen „mustergültigen“ Bürger-beteiligungsprozess, dessen Ergebnisse (Handlungsfelder mit Projekten) offensichtlich etwas in Vergessenheit geraten sind.

Künftige Bausteine der Stadtentwicklung sind umfangreich erfasst und stellen aus meiner Sicht die Leitplanken stadtentwicklungspolitischer Entscheidungen für die nächsten Jahre dar. Zumal ein Großteil der Projekte noch umzusetzen wäre.

Für mich ist nicht ersichtlich, warum das „stadtentwicklungspolitische Rad“ fortlaufend von unterschiedlichen Akteuren neu erfunden werden muss. Selbst ggf. neu auftretende Ideen oder Aspekte könnten als (Teil-)Projekt eines Handlungsfeldes ergänzend in den bestehenden STEP plus-Prozess integriert werden.