Für ein starkes städtisches Bündnis in der Pflege- und Altenhilfeplanung!

Für eine ausgewogene Gestaltung des demographischen Wandels in der Stadt Wilhelmshaven ist es aus meiner Sicht erforderlich, die gesamte zukünftige  Versorgungsstruktur für ältere Menschen zu untersuchen und zu bewerten.

Am 31.12.2017 waren über 27% der Einwohner Wilhelmshavens 65 Jahre und älter (davon wiederum über 15% 75 Jahre und älter). Zu Recht haben die älteren Bürgerinnen und Bürger der Stadt konkrete Erwartungen an eine ausreichende Infrastruktur im Bereich der Pflege und Altenhilfe.

Leider fehlt seit vielen Jahren in der Stadt eine Pflege- und Altenhilfeplanung, die auf Basis der für die nächsten Jahre zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung die notwendige Versorgungsstruktur ermittelt.

Dabei geht es zunächst um die zukünftige Versorgungsstruktur im Bereich der pflegerischen Angebote. Dazu gehören z.B. Planungen im Bereich der

  • ambulanten Pflege
  • teilstationären Pflege (Tages- und Kurzzeitpflege)
  • stationären Pflege
  • palliativen Pflege

Daneben geht es aber auch um zukünftige Strukturen für niedrigschwellige bzw. vorpflegerische Angebote. Hier insbesondere:

  • Beratungsangebote (z.B. Seniorenberatung, Pflegeberatung etc.)
  • Seniorenfreizeitangebote
  • Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs
  • Hauswirtschaftliche Versorgung
  • Fahrdienste
  • Essen auf Rädern
  • Begleitdienste
  • Bürgerhilfen
  • Begegnungsstätten
  • usw…

Erforderlich ist daher ein städtisches Bündnis (Runder Tisch) zur Erstellung und anschließenden regelmäßigen Fortschreibung einer Pflege- und Altenhilfeplanung für Wilhelmshaven. Die örtliche Pflegekonferenz nach dem niedersächsischen Pflegegesetz sollte hier eingebunden werden oder sogar einzelne Arbeitspakete für die zu erstellende Planung übernehmen.