Für die Integration von Langzeitarbeitslosen in die Arbeitswelt!

Konzern Stadt als Partner beim Teilhabechancengesetz stark gefragt

Fast die Hälfte der Kunden des Job-Centers Wilhelmshaven gehören zum Personenkreis der Langzeitarbeitslosen, und sind damit mindestens 24 Monate arbeitslos.

Das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit ist damit ein seit Jahren bestehendes strukturelles Problem unserer Heimatstadt.

Mit dem zu Jahresbeginn eingeführten Teilhabechancengesetz des Bundes bieten sich für Langzeitarbeitlose neue Beschäftigungsmöglichkeiten über das Job-Center auf dem allgemeinen und sozialen Arbeitsmarkt. Ziel des Gesetzes ist die Integration der betroffenen Menschen, genauer die Schaffung von Teilhabechancen für Langzeitarbeitslose, innerhalb der Arbeitswelt.

Das Instrument der „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ wendet sich an Menschen, die länger als sechs Jahre im Leistungsbezug sind, während sich die „Eingliederungshilfen für Langzeitarbeitslose“ an Personen richten, die länger als zwei Jahre arbeitslos sind. Beide Instrumente sind aber so flexibel ausgestaltet, das damit auch sehr individuelle Bedürfnisse der Arbeitslosen berücksichtigt werden können.

Gegenüber früheren Vorhaben ist dieses Gesetz auch deshalb ein Erfolg, weil jetzt die Kriterien der Zusätzlichkeit, Wettbewerbsneutralität und öffentliches Interesse nicht mehr gelten. Dies hatte in der Vergangenheit die Maßnahmen zu stark eingeschränkt.

Die Leistungen des Job-Centers für geförderte Arbeitsplätze umfassen die Kostenübernahme für Weiterbildung, Zuschüsse zum Arbeitsentgelt sowie die Kosten für begleitendes Coaching. Grundlage für die Zuschüsse zum Arbeitsentgelt ist dabei der jeweilige Tariflohn, bzw., wo kein Tarifvertrag existiert, der gesetzliche Mindestlohn.

Dem Job-Center Wilhelmshaven fließen im laufenden Jahr aus dem Gesamtvolumen des Bundes 2 Millionen € für entsprechende Maßnahmen zu. Damit sollen sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse sowohl bei privaten als auch gemeinnützigen und öffentlichen Trägern geschaffen werden.

Für Wilhelmshaven können damit bis zu 150 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Der Beirat des Job-Centers Wilhelmshaven hat einvernehmlich beschlossen, hiervon jeweils 1/3 im 1. Arbeitsmarkt, in sozialen Einrichtungen und kommunalen Trägern zu erreichen.

Für mich ist wichtig, das die Stadt Wilhelmshaven hier sehr engagiert an der gemeinsamen Initiative mitwirkt, und Aufgaben gefördert werden, die im Interesse der Stadt und ihrer Menschen sind. Beispielsweise kann hierzu die Pflege von Parks, die Instandhaltung von öffentlichen Gebäuden oder auch der Stadtteilservice gehören. Aber auch Aufgaben im Bereich Umweltschutz, Gesundheit oder Soziales sind denkbar.

Mit den Möglichkeiten des Teilhabechancengesetzes können wir in Wilhelmshaven Brücken für viele langzeitarbeitslose Menschen in neue Beschäftigung bauen.

Diese Chance müssen wir konsequent nutzen.