Besuch beim Kindergarten Bant I

Bei meinem Besuch des Kindergartens Bant I hat mir die Leiterin Monika Meinen die Einrichtung vorgestellt und die Strukturen erläutert. Hier werden in einer Einrichtung, aufgeteilt in Krippe, Ganztags- und Halbtagsgruppen 130 Kinder verschiedenster Herkunft betreut. Viele Kinder, gerade aus dem Stadtteil Bant, sprechen nur sehr wenig deutsch. Der Anteil von Kindern aus Familien mit einem Migrationshintergrund liegt bei ca. 50%.

Insbesondere im Bereich der Ganztagsbetreuung gibt es eine sehr große Nachfrage, die aktuell nicht befriedigt werden kann (lange Warteliste).

Wünschenswert wäre für die einzelnen Gruppen im Kindergarten Bant eine geringere Gruppengröße, damit eine noch intensivere Betreuung erfolgen kann. Zumal die Eingangsvoraussetzungen der Kinder heute deutlich niedriger sind als noch vor einigen Jahren.

Entlastung verschaffen der Einrichtung zurzeit drei sogenannte Quick-Kräfte. Dabei handelt es sich um Mitarbeiter/innen, die auf Basis eines Abiturs oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung und einer fachlichen Schulung im Umfang von 160 Std. in den einzelnen Gruppen als sogenannte Drittkraft arbeiten. Ab Sommer 2019 gibt es voraussichtlich die Möglichkeit, dass sich Quick-Kräfte durch eine berufsbegleitende Ausbildung zum Sozialassistenten/zur Sozialassistentin weiterbilden können.

Durch die Verlagerung der frühkindlichen Sprachförderung von Grundschulen auf Kindertageseinrichtungen kommen auf diese zusätzliche Aufgaben zu. Im Kindergarten Bant wird diese alltagsbegleitete Sprachförderung durch eine Halbtagskraft aus dem Bundesprogramm Sprachförderung finanziert. Zusätzlich steht für den gesamten Wilhelmshavener Stadtbereich das AWO Sprachheilzentrum zur Verfügung (sozusagen als Kompetenzzentrum) und kann im Bedarfsfall in den Kitas vor Ort beraten, unterstützen oder auch Schulungen durchführen.