Besuch beim THW Ortsverband

“Wir begeistern junge Menschen für das THW und zur Übernahme von Verantwortung”

Von einem dieser Leitsätze des Technischen Hilfswerks ( THW ) konnte ich mich beim Besuch der THW-Jugend des Ortsverbandes Wilhelmshaven am Banter Weg überzeugen.

In Begleitung des Jugendausbilders Sven Johanning erlebte ich an diesem Übungsabend die Freude der insgesamt 58 Jugendlichen im Alter von 6 bis 16 Jahren, im Team zu agieren und Verantwortung zu übernehmen. Die Junghelferinnen und Junghelfer machen sich jeden Dienstagabend spielerisch mit der Technik und Ausrüstung des THW vertraut.

Gleichzeitig lernen diese jungen Menschen den fairen und respektvollen Umgang miteinander und THW-Werte wie Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft kennen. Sie sind die Helferinnen und Helfer von morgen und als Nachwuchs für das THW unverzichtbar. Ich bin beeindruckt von so viel Engagement!

Im anschließenden Gespräch mit dem Ortsbeauftragten Bernd Leithold konnte ich die Forderung des THW an die Stadtverwaltung unterstützen, für den gemeinsamen Zivil- und Katastrophenschutz in Wilhelmshaven in der Verwaltung eine Verbindungsperson zur Koordinierung von gemeinsamen Übungen der haupt- und ehrenamtlichen Kräfte einzusetzen.

Zu Besuch bei den Freien Sozialen Dienste

Auf Einladung der Freien Sozialen Dienste informierte Niels Weller sich über die Arbeit des ambulanten Dienstes. Die seit 1985 existierenden Freien Sozialen Dienste unterstützen Familien und Jugendliche sowie Menschen mit psychischen Störungen in Wilhelmshaven.

Neben den Aufgaben der FSD, interessierte Niels Weller die Weiterentwicklung des Unterstützungssystems. Britta Hauck (Fachbereichsleitung Kinder und Jugendhilfe) führte hierzu aus, durch die Vernetzung der Hilfeangebote, können wirksame Hilfen ambulant gewährleistet werden. Verschiedene Akteure wie Schulen, die Familienzentren und die ambulanten Hilfen arbeiten schon derzeit zusammen, um bestmögliche Unterstützung für die Familien gewährleisten zu können. Walter Langer (Geschäftsführer) unterstrich diesen Gedanken und führte weiter aus „Wir müssen wegkommen vom Denken in Säulen. Wenn wir Säulenübergreifende Angebote schaffen, können durch das Zusammenwirken der verschiedene Bereiche Versorgungslücken schließen.“ So entwickeln die Freien Sozialen Dienste im derzeit Rahmen eines Niedersächsischen Modellprojekts ein Angebot zur ambulanten Versorgung von Kindern mit psychischen Störungen.

Neben der konzeptionellen Weiterentwicklung im Sozialen Bereich, sieht Niels Weller die kommunale Verantwortung insbesondere in der wirksamkeitsorientierten Weiterentwicklung der Steuerung von ineinander abgestimmten Unterstützungsleistungen. So könne man die besten Resultate erzielen.

Als weiteren Punkt wurde der verbreitete Fachkräftemangel besprochen. In Bezug auf den Fachkräftemangel stellte Niels Wellers fest „Um Fachkräfte zu gewinnen, müssen wir die Attraktivität des Standortes Wilhelmshaven verbessern. Das gilt auch für Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen. Neben den Anstrengungen die Ausbildungsmöglichkeiten auszubauen, muss auch die Infrastruktur weiterentwickelt werden. Ein Baustein ist beispielsweise die flächendeckende Ganztagsbetreuung, die in Wilhelmshaven weiter ausgebaut werden muss“   

Zurück an meiner alten Hochschule

Im Gespräch mit dem Präsidenten der Jade Hochschule, Herrn Prof. Dr. Manfred Weisensee und Herrn Prof. Dr. Uwe Weithöner konnte ich wertvolle Einblicke in die Arbeit dieser für Wilhelmshaven und die Region so wichtigen Hochschuleinrichtung gewinnen.
 
Gemeinsam mit unserem Landtagsabgeordneten Holger Ansmann,MdL habe ich die Gelegenheit gerne für dieses Gespräch genutzt.
 
Natürlich habe ich zu Beginn des Gespräches an meine persönlicheren Erfahrungen anknüpfen können:   Ich habe von 1996 bis 2000 an der Jade Hochschule studiert. Dieses Studium ist bis heute die Basis für meine weitere berufliche Entwicklung.
 
Mein Herz hängt immer noch an der Jade Hochschule.
 
Prof Weisensee hat in seinen Erläuterungen auf die Bedeutung des Standortes Wilhelmshaven der Jade Hochschule im Verbund mit Oldenburg und Elsfleth hingewiesen.
 
Wilhelmshaven ist der größte Standort und hat mit über 100 Partneruniversitäten in aller Welt eine große Vernetzung erreicht. Mit über 7500 Studenten (davon ca. 1.300 neuen Studenten jedes Jahr)
und einem sehr diversifiziertem Studienangebot verfolgt die Hochschule das Ziel, insbesondere jungen Leuten ein gutes Angebot zu machen und sie für die Region zu halten und neue Menschen für die Region zu gewinnen.
Dabei kann die Jade Hochschule auf eine hohe Kompetenz verweisen: Vielfache Auszeichnungen, wie der niedersächsische Wissenschaftspreis oder der Jade Lehrpreis gingen im Jahr 2018 an die Wilhelmshavener.  Über 1 Million € für Deutschlandstipendien konnten eingeworben werden. Ein Spitzenplatz in Niedersachsen!
 
Angekündigt hat Prof. Weisensee  neue Studiengänge: Neben Logopädie sollen weitere nicht-ärztliche Gesundheitsberufe wie Pflege oder Hebammen an der Jade-Hochschule etabliert werden. Auch im Bereich soziale Arbeit wird das Angebot erweitert. Insgesamt wird es 15 neue Studiengang-Angebote bis 2030 geben. 
 
Das bedeutet auch, das die Hochschule in den nächsten 10 Jahren 80 neue Professuren einrichten wird.
 
Die Kooperation mit verschiedenen Trägern in der Stadt Wilhelmshaven und der Region ist weiterhin ein wesentliches Standbein der Arbeit. Das umfasst kommunale oder landesministerielle Organisationen, private oder gewerbsmäßige Firmen wie auch andere gesellschaftliche Organisationen.
 
Die Arbeit der Jade Hochschule bedeutet auch, sich um die Integration z.B. von ausländischen Studierenden zu kümmern. Diese Arbeit ist mitunter nicht ganz einfach zu bewältigen, da insbesondere die Wohnsituation ausländischer Studenten als Gaststudenten mit vielen Problemen verbunden ist. Hier könnte und sollte die Stadt Wilhelmshaven tatkräftig zur Seite stehen.
 
Bild: von links: Prof. Dr. Manfred Weisensee, Niels Weller, Holger Ansmann, MdL und Prof. Uwe Weithöner 

Grünkohlessen und Boßeln der SPD im Stadtnorden mit dem OV Süd

Sonntag war ich beim traditionellen Boßeln mit anschließendem Grünkohlessen der SPD Ortsvereine Fedderwardergroden, Nord und Süd. Ich finde es wichtig, für die Stadtteile im Stadtnorden Perspektiven zu entwickeln. Ich möchte für Rüstersiel die Pläne für einen Radweg an der Maade wieder aufgreifen und die Infrastruktur für die Stadtteile verbessern. Der Stadtnorden soll und darf sich nicht abgehängt fühlen.

Vynova – ein erfolgreiches Unternehmen in Wilhelmshaven

Zu Besuch bei der Fa. Vynova, einem der führenden Hersteller von PVC in Europa.
 
Das Werk in Wilhelmshaven gehört mit seinen 380 Mitarbeitern und zusätzlich ca. 80 Kontrakturen zu einem der wichtigsten Arbeitgeber in Wilhelmshaven. Die Konzernzugehörigkeit der Vynova zur ICIG – Gruppe mit vier verschiedenen marktorientierten Plattformen bietet für das Wilhelmshavener Unternehmen eine gesunde Basis zur Weiterentwicklung ihrer  Strategie, um insbesondere ihre Haupteinsatzgebiete in der Bauwirtschaft, aber auch in der Automobilbranche, dem Verpackungssektor, dem Gesundheitswesen-und Pflegesektor und im Bereich der Haushalts- und Konsumgüter weiterhin erfolgsorientiert bedienen zu können.
 
Die Geschäftsführung mit Herrn Dr. Peter Prinz, Herrn Andreas  Reiche und Herrn Andreas Scholz und der Betriebsratsvorsitzende Andre Scharf betonten im Gespräch mit mir die Notwendigkeit der Unterstützung in Fragen der Fachkräftegewinnung. Dieses Problem ist offensichtlich identisch mit den Problemen vieler Firmen in Wilhelmshaven. Hier gilt es, in enger Koope
ration mit der Arbeitsverwaltung passgenaue Lösungen zu finden!
 
Die Energiepolitik ist naturgemäß für ein Unternehmen wie Vynova ein zentrales Problem: Hier habe ich betont, wie wichtig die Vernetzung auch der Kommunalpolitik mit den in diesem Bereich zuständigen politischen Akteuren ist. Meine Kontakte hier werde ich im Interesse des Unternehmens, seiner Beschäftigten und der Umwelt einsetzen.
 
Die Geschäftsführung von Vynova hat in unserem Gespräch deutlich gemacht, das auch ihr Unternehmen ein großes Interesse an der Realisierung einer LNG Anbindung von Wilhemshaven hat. Sie sind bereits in vielen konstruktiven Gesprächen zu dieser Thematik mit angrenzenden Unternehmen.
 
Die Jade- Hochschule ist aus Sicht der Geschäftsführung der Vynova ein ganz wesentlicher Akteur für die wirtschaftliche Entwicklung Wilhelmshavens. Die sehr positiven Initiativen der Hochschule sollten weiter ausgebaut werden, um damit noch weitere Synergieeffekte mit der Wilhelmshavener Wirtschaft zu erreichen.
 
Das Unternehmen Vynova ist ein hervorragendes Beispiel für die Zukunftsorientierung der Wilhelmshavener Wirtschaft.
 
Insbesondere auch die enge Zusammenarbeit mit der betrieblichen Interessenvertretung zeigt, das Vynova sehr viel Wert legt auf eine gut motivierte Belegschaft.

Pressemitteilung: Einrichtung eines Hebammenstudiengangs an der Jade Hochschule

Um die Geburtsstationen der regionalen Krankenhäuser, insbesondere aber auch die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Klinikum Wilhelmshaven langfristig abzusichern, ist die Ausbildung neuer Fachkräfte von großer Bedeutung.

Im gemeinsamen Interesse der Gesundheitsregion JadeWeser bestehend aus den Landkreisen Friesland und Wesermarsch sowie der kreisfreien Stadt Wilhelmshaven liegt es daher, dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen adäquat zu begegnen.

Es muss das gemeinsame Ziel aller kommunalpolitischen Akteure sein, dass die Stadt Wilhelmshaven langfristig auch für junge Familien ein attraktiverer Wohnort bleibt bzw. die Attraktivität weiter ausgebaut wird. Die Sicherung der gesundheitlichen Versorgung im Bereich Geburtshilfe sowie Vor- und Nachsorge ist dabei ein wichtiger Baustein.

Der Aufbau eines Hebammenstudiengangs am Standort Wilhelmshaven der Jade Hochschule ist ein wichtiger Baustein zu weiteren Attraktivitätssteigerung der Stadt.

Des Weiteren sollte die Einbindung der Jade Hochschule in die Region weiter ausgebaut werden. Dies wird idealerweise erreicht, wenn es gelingt, die Absolventinnen und Absolventen in die örtlichen gesundheitlichen Versorgungsstrukturen beruflich zu integrieren.

Bereits mit Beschluss vom 12.12.2018 hat sich der Kreisausschuss des Landkreises Friesland per Resolution für die Installierung eines Hebammenstudiengangs an der Jade Hochschule ausgesprochen.

Ich halte es für dringend geboten, dass sich auch der Rat der Stadt Wilhelmshaven – über alle Fraktionen bzw. Parteien hinweg –  mit einer entsprechenden Erklärung hinter die Jade Hochschule stellt, die mittlerweile einen entsprechenden Antrag auf Errichtung des Studiengangs gestellt hat.

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Wilhelmshaven wird einen entsprechenden Antrag auf Beschluss einer Resolution einbringen.