Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Ein sehr interessantes Gespräch heute mit der Leiterin des ev. Christus-Kindergartens Wilhelmshaven, Frau Sabine Wistuba.

Wir haben uns intensiv ausgetauscht über die Situation in den Kindergärten unserer Stadt und über die Möglichkeiten der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesprochen.

Frau Wistuba betonte in ihren Ausführungen, dass auf kommunaler Ebene in den letzten Jahren einiges getan wurde, um die Situation in den Kindertageseinrichtungen der Stadt zu verbessern. Allerdings gäbe es strukturelle Probleme, die dringend angegangen werden müssten.

Im Mittelpunkt steht dabei u.a. die Notwendigkeit einer zentralen (kommunalen) Anmeldestelle für Kindergartenplätze. Derzeit nimmt jeder Kindergartenträger für sich Anmeldungen entgegen, ohne dass diese zentral koordiniert oder mit anderen Trägern von Kindertageseinrichtungen vernünftig abgestimmt werden können. Die tatsächlichen Bedarfszahlen für die unterschiedlichen Gruppenangebote können so nur sehr ungenau ermittelt werden, weil insbesondere Mehrfachanmeldungen und Mehrfacheintragungen auf Wartelisten die tatsächliche Situation verfälschen können.

In unserem Gespräch wurde auch übereinstimmend festgestellt, dass die Stadt Wilhelmshaven durchaus zukünftig als Träger von Kindertagesstätten auftreten sollte. Dies insbesondere, wenn es künftig um die Errichtung von zusätzlichen Kindertagesstätten geht.

Damit könnte der gesellschaftliche Anspruch auf bildungsgerechte Betreuung und gleichzeitig die Möglichkeit der Einwerbung von entsprechenden Fördermitteln wirksam unterstützt werden.

Frau Wistuba hob noch einmal hervor, wie wichtig es sei, das die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch im Fokus der Politik sei.

Die Ganztagsbetreuung in den Kindergärten ist noch nicht vollständig im Interesse der berufstätigen Eltern organisiert. Hier muss zum bestehenden positiven Rechtsanspruch nachgebessert werden. Denn vier Stunden reichen da nicht aus, so Frau Wistuba. 

Übereinstimmend stellten wir im Gespräch fest, dass für die Stadt Wilhelmshaven nach weiteren Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation in den Kindertagesstätten gesucht werden muss.

Ein Austausch mit anderen regionalen Akteuren z.B. im Landkreis Friesland wäre hier durchaus hilfreich.

Frühkindliche qualifizierte Bildungsarbeit in den Kindertagesstätten ist ein wesentlicher Baustein für die weitere Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Damit wird dies auch zu einem großen Thema für die künftige Attraktivitätssteigerung unserer Stadt! Bildung und gute Bildungsangebote (beginnend in den Kindertageseinrichtungen !) sind ein immens wichtiger Standortfaktor im Wettbewerb mit den Nachbarkommunen um den Zuzug bzw. den Verbleib von Familien mit Kindern.

Besuch beim Heimbeirat im Pauline-Ahlsdorff-Haus

Ich habe mit Horst Lauter, dem Vorsitzenden des Heimbeirates im Pauline-Ahldorff-Haus, ein ausführliches Gespräch geführt.

Es erfolgte ein intensiver Austausch über die Vorstellungen von Niels Weller zur Verbesserung der Pflegesituation in Wilhelmshaven. Insbesondere die fehlende Altenhilfe-und Pflegeplanung muss dringend zur Ermittlung des zukünftigen Bedarfes für die Versorgungsstruktur verbessert werden. Dabei geht es um ambulante und teilstationäre Pflege, sowie um stationäre und palliative Pflege. 

Horst Lauter berichtete aus seiner Tätigkeit als Heimbeiratsvorsitzender und hob die aufopferungsvolle Tätigkeit der Pflegekräfte hervor, die unter schwierigen Umständen das beste für die Heimbewohner leisten.

Im Zusammenhang mit dem laufenden OB-Wahlkampf lobte Horst Lauter ausdrücklich die Arbeit der lokalen Medien. „Viele Heimbewohner lesen täglich Zeitung und hören auch Radio. Die sog. sozialen Medien wie Facebook u.ä. spielen hier eher keine große Rolle. Die ausführlichen Informationen, die in der lokalen Presse und bei Radio Jade angesichts der Menge der Kandidaten gegeben werden, sind für die Bewohner sehr wichtig,“sagte Lauter.

Mein zweiter Besuch bei der Tafel Wilhelmshaven

Nachdem ich letzten Oktober schon einmal die Tafel Wilhelmshaven besucht hatte, war ich diese Woche zum Helfen da.

Ausgerüstet mit Schürze, Handschuh und Schälmesser half ich bei der Bearbeitung der Warenlieferungen und der Einsortierung im Verkaufsladen. Die anderen Helferinnen und Helfer hatten in der Zeit Brote, Brötchen, Kuchen, Wurst-und Käsepackungen, Milchprodukte, Kindernahrung, Süßigkeiten, Kartoffeln und Blumen entsprechend auf den Tresen- und Regalflächen in guter Aufstellung vorbereitet. Nach einem späteren Frühstück mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konnte endlich um 14 Uhr die Verteilung der Waren beginnen. Etwa 80 Gäste waren an diesem Tag die Empfänger der gespendeten Waren.

Ohne ehrenamtliche Helfer sind die vielfältigen sozialen Probleme in Wilhelmshaven kaum zu bewältigen. Die enorme Zahl von 300 Bedürftigen täglich plus Dunkelziffer zeigt, wie dringend eine Verbesserung der sozialen Infrastruktur in unserer Stadt ist!

Besuch im Tagesaufenthalt des Diakonischen Werkes

Gemeinsam mit Ratsmitgliedern habe ich den Tagesaufenthalt der Diakonie Friesland-Wilhelmshaven für wohnungslose Menschen in der Weserstraße besucht.

Nach einer informellen Einführung durch Kreisgeschäftsführerin Petra Meyer-Machtemes in das breite Aufgabengebiet der Diakonie bekamen wir einen detaillierten Einblick in die Thematik „Wohnungslosigkeit“ durch den Leiter der ambulanten Wohnungslosenhilfe, Wolfgang Steen.

Der Tagesaufenthalt bietet wohnungslosen Menschen einen anonymisierten, geschützten Bereich ohne Gewalt, Drogen und Alkohol. Speisen und Getränke werden vor Ort zubereitet und zum Selbstkostenpreis angeboten, Duschen, Waschmaschinen und kostenlose Ersatzbekleidung stehen zur Verfügung.

Hier bekommen Menschen die Hilfe, die sie möchten. Vom beratenden Gespräch über die Unterstützung bei Ämtern bis zur Vermittlung einer Übernachtungsmöglichkeit und Bereitstellung einer Postadresse ist das Spektrum der Angebote sehr vielseitig. „Es geht nicht um Almosen, sondern um Bedürfnisse und Ansprüche“, erklärt Wolfgang Steen.

„Von Vorteil ist die gute und unkomplizierte Kooperation mit anderen Institutionen“, so Miguel Pascal Schaar, zuständig für Kommunikation und Projekte innerhalb der Diakonie.

Eine gute Vernetzung zwischen den Einrichtungen und der Stadt, die wichtig und förderlich im Sinne der Menschen ist, gilt es meiner Meinung nach zu stärken und auszubauen.

Ich finde es gut zu wissen, dass dank solcher Einrichtungen jeder obdach- und wohnungslose Mensch eine Anlaufstelle hat, an die er sich im Notfall wenden kann.

Besuch bei den Arsenal-Senioren

Eine lebhafte Diskussion konnte ich mit den Marinearsenal-Senioren unter der Leitung von Wilfried Dubrau führen.

Herausragende Themen waren Kindergärten sowie die Schulsituation in Wilhelmshaven. Bildungspolitik beginnt bereits als Grundstein in den Kindergärten und wird an den Schulen fortgesetzt.

Ich finde, hier gibt es noch erheblichen Nachholbedarf.

Als Mangel ist festzustellen, dass es in Wilhelmshaven einen Unterbedarf an der Ganztagsbetreuung sowohl in den Kindergärten, bei denen es ohnehin an Plätzen fehlt, als auch an den Schulen gibt.

Das Land Niedersachsen hat dazu die politischen Weichen gestellt, weitere Aktivitäten müssen nunmehr von den Kommunen ausgehen.

In Punkto bezahlbaren, barrierefreien Wohnraum konnte ich mitteilen, dass ich jetzt schon mit den Wohnungsbaugesellschaften im Gespräch stehe und mir zum Ziel gesetzt habe, bei meiner Wahl zum Oberbürgermeister noch im Herbst zu einem “Runden Tisch” einzuladen.

Als aktiver Fahrradfahrer war ich mit den Teilnehmern der Runde einig, dass von gut ausgebauten und gepflegten Radwegen keine Rede sein kann. Auch hier gilt es, schnell Abhilfe zu schaffen.

Besuch beim Bienenvolk der IGS

Dass die Bienen für unser Ökosystem eine sehr wichtige Rolle spielen und sehr schützenswert sind, weil sie in erheblichem Maße als Bestäuber für den Erhalt der Pflanzenwelt verantwortlich sind, ist mittlerweile wohl jedem klar. So habe ich mich gefreut, dass ich gemeinsam mit einigen Genossinnen und Genossen die Schulimkerei der IGS besichtigen konnte. Auf dem Gelände befinden sich zurzeit 11 Völker, die von Schülerinnen und Schülern der IGS betreut werden. Dabei stehen viele handwerkliche Arbeiten an, die die Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit für die Bienen leisten. Vom Anfertigen der Rähmchen bis zum Verkauf des Honigs leisten sie dabei einen tollen Beitrag für uns alle, was ich sehr respektiere.

Der Vorsitzende des Imkerverbandes, Dr. Knut Engeler und Schriftführerin Sandra Henneböhl brachten uns sehr ausführlich das kurze, arbeitsintensive Bienenleben näher.

Mit entsprechender Schutzkleidung präpariert, konnten wir einen Blick in einen Bienenstock werfen. Da ist richtig was los! Was für den Laien wie ein unübersichtliches Gewusel aussieht, ist perfekt durchorganisiert. Dr. Engeler erklärte uns den Arbeitsalltag und die Aufgabenverteilung innerhalb des Bienenstocks sowie die Unterschiede zwischen Brut- und Honigraum.
Eine gewissenhafte Pflege des Bienenvolkes ist erforderlich, um ertragreich zu imkern und das Volk gesund zu halten. Der Einsatz von Pestiziden, fehlende Pflanzenvielfalt

 und Parasiten wie die Varroa-Milbe sind u.a. Gründe für das Bienensterben.

Glücklicherweise ist die Zahl der Imker in den letzten Jahren wieder angestiegen. Kein Wunder: wenn man so ein Bienenvolk betrachtet, kann man schon ins Schwärmen kommen. #wellervorort #eristderrichtige

Gespräch mit dem Bürgerverein Altengroden

Ich hatte jetzt die Gelegenheit, in einem ausführlichen Gespräch mit Vertretern des Bürgervereins Altengroden, meine Vorstellungen zur weiteren baulichen Stadtentwicklung zu erläutern.

Zunächst berichteten Hans-Joachim Zschiesche, Pressesprecher des Bürgervereins und Henk Zevenhek vom Vorstand  über die erfreulichen Entwicklungen im Stadtteil Altengroden-Nord. Hier ist mit dem Einstieg des neuen Wohnungs-Eigentümers Polarlicht 1 eG und dem beauftragten Immobiliendienstleister Noctua Advisors GmbH bereits einiges zur Realisierung des Konzeptes „Neue Hofgärten Altengroden“ geleistet worden.

Die Zielsetzung dieses Konzeptes ist einerseits die Renovierung des Wohnungsbestandes und darüber hinaus die Belebung der Höfe des Viertels.
Außerdem ist die Leerstandsituation im Bereich der Einkaufszeile in Altengroden so gut wie beendet.

Diese positive Entwicklung ist jedoch auch für den Bürgerverein kein Grund zum Ausruhen. Er bemüht sich weiterhin um seine Aufgaben zur Unterstützung des gemeinschaftlichen Lebens im Stadtteil.

In Anerkennung der Bemühungen von Immobilieneigentümer und Bürgerverein konnte ich dann im Gespräch meine Überlegungen zur weiteren baulichen Stadtentwicklung darstellen.

Aufgrund der demographischen Entwicklung und des gesellschaftlichen Wandels muss es in der zukünftigen städtebaulichen Entwicklung insbesondere darum gehen, bezahlbare und barrierefreie Wohnungen in der Stadt bereitzustellen.

Insbesondere die Zielsetzung der Barrierefreiheit ist aufgrund der statischen Gegebenheiten vieler vorhandener Wohnungsbestände nicht einfach zu realisieren. Man denke hier insbesondere an Eingangsbereiche und Treppenanlagen in Mehrfamilienhäusern.

Der Rat der Stadt Wilhelmshaven hat 2017 das sog. „Wohnraumversorgungskonzept“ beschlossen, in dem diese Zusammenhänge genau beschrieben sind und entsprechende Maßnahmenvorschläge entwickelt wurden.

Der von mir bereits eingebrachte Vorschlag, einen regelmäßigen runden Tisch zur baulichen Entwicklung für Wilhelmshaven einzurichten, ist bei den wesentlichen Trägern der örtlichen Wohnungsbaugesellschaften auf positive Resonanz gestoßen. Hier könnten die entsprechenden Initiativen zur Umsetzung des kommunalen Versorgungskonzeptes angestoßen werden. Auch die Bürgervereine sollten hierbei beteiligt werden.

Der Bürgerverein Altengroden hat diese Überlegungen positiv aufgenommen.

Auf dem Foto (von links nach rechts):
Hans-Joachim Zschiesche (Pressesprecher Bürgerverein Altengroden)
Henk Zevenhek (Vorstand Bürgerverein Altengroden)
Niels Weller

Bericht WZ: Kulturschaffende wünschen sich Anerkennung und Unterstützung

Die Ehrenamtlichen, die sich in Wilhelmshaven für Kunst und Kultur engagieren, wünschen sich deutlich mehr Unterstützung seitens der Stadt. Das wurde am Freitagabend bei einem Treffen zahlreicher Vereine aus dem Bereich Kultur sehr deutlich. Zu der Zusammenkunft im Hotel Home eingeladen hatte der SPD Kreisverband Wilhelmshaven gemeinsam mit deren Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt, Nils Weller.

Rüdiger Nietiedt vom Verein zum Erhalt Wilhelmshavener Baukultur äußerte den Wunsch, dass die Stadt künftig den Willen der Bürger mittragen möge. Er erinnerte an das Beispiel Südzentrale, die bekanntermaßen trotz erheblicher Gegenwehr seitens der Öffentlichkeit letztlich abgerissen wurde. „Die Dinge dürfen nicht einfach laufen gelassen werden“, sagte Nietiedt. Die derzeitige Arbeit des Arbeitskreises „Kapitän Meyer“ auch unter Beteiligung des Bauordnungsamtes lobte er hingegen.

Gerold Janßen ist Vorsitzender des Freundeskreises Wattenmeerhaus. Der Förderverein unterstützt seit jeher das heutige Wattenmeer-Besucherzentrum. Janßen forderte die Stadt dazu auf, stärker daran zu arbeiten, das Etikett „Wattenmeer-Hauptstadt“ zu vermarkten. Das Thema Weltnaturerbe spiele für die Besucher eine immer größere Rolle, sagte er.

Hans-Wilhelm Berner vom Förderverein der Landesbühne wies auf den Sanierungsstau im Stadttheater hin. Dort gebe es zahlreiche Arbeiten, die dringend erledigt werden müssten. Außerdem gingen in den letzten Jahren die Besucherzahlen des Weihnachtsmärchens zurück. Der Grund: Aufgrund von Lehrermangel fehle den Lehrern an den Schulen zum Teil die Zeit für den Besuch. Der Förderverein möchte deshalb in Zukunft selbst mehr mit den Schulen zusammenarbeiten, um diese Besuche weiter zu ermöglichen und wünscht sich dabei die Unterstützung der Stadt.

Den Wunsch nach städtischer Unterstützung bei Sanierungsarbeiten äußerte auch Ludwig Jürgens, der Geschäftsführer der Tanzakademie am Meer. Die Ballettschule ist in einem Gebäude mit Baujahr 1903 zu Hause. Die Instandhaltungskosten sind entsprechend hoch. „Allein aus den Mitgliedsbeiträgen ist das nicht zu stemmen und für viele Fördertöpfe kommen wir nicht in Frage“, erklärte Jürgens. Mit der Ausbildung zahlreicher Schülerinnen und Schüler in klassischem Ballett leiste die Schule einen großen kulturellen Beitrag in der Stadt.

Von den schweren Zeiten, die hinter dem Verein der Kunstfreunde liegen, berichtete Christoph Goritz. Bekanntermaßen gab es große Auseinandersetzungen zwischen Verein und Stadt, was die Weiterführung sowie den Standort der Kunsthalle angeht. Inzwischen sieht der Vereinsvorsitzende noch „zwei größere Riffe“. Zum einen sei nicht klar, ob der Verein samt Kunsthalle künftig weiterhin im Zuständigkeitsbereich der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit oder wieder direkt bei der Stadtverwaltung angesiedelt sein wird. Zum anderen sei auch die Standortfrage der Kunsthalle weiter ungeklärt.

Landesbühnenintendant Olaf Strieb fasste zusammen: „Kunst und Kultur hat in Wilhelmshaven keine Lobby. Das sorgt für großes Frustrationspotenzial im Ehrenamt. Die Wertschätzung der Kulturschaffenden ist massiv ausbaufähig.“

Bildung – ein wichtiges Thema in Wilhelmshaven

Bildung ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft – in dieser Einschätzung sind sich wohl alle politisch Verantwortlichen und die Bevölkerung einig.

Doch wie sind die Anforderungen an eine entsprechende Bildungspolitik aus der Sicht der Praktiker?

Darüber habe ich mich jetzt in einem ausführlichen Gespräch mit Vertretern der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Kreisverband Wilhelmshaven unterhalten.

Beata Bartnick-Hoeft und Dieter Meisel vom örtlichen GEW-Kreisvorstand haben mir aus ihrer Sicht viele Themen mitgegeben, die für die kommunale Bildungsarbeit von Bedeutung sind.

Das Thema Ganztagsschulen in Wilhelmshaven hat ja in meinem Wahlkampf bereits eine große Rolle gespielt.

Auch die GEW Wilhelmshaven hat sowohl aus pädagogischer Sicht wie auch als sozialpolitische Notwendigkeit dieses Thema immer positiv begleitet. Wir waren uns hier einig, das eine Ausweitung dieses Angebotes für Wilhelmshaven sehr wünschenswert ist. Dabei müssen alle Beteiligten so eng wie möglich an einer Umsetzung arbeiten können.

Was der GEW große Sorgen bereitet, sind die offensichtlichen kommunalen Fehlplanungen in Bezug auf die Entwicklung der Schülerzahlen, die immer wieder umfangreiche Korrekturen in der Ausstattung von Bildungseinrichtungen notwendig machen. Hier wünscht man sich realistischere Einschätzungen, um Schulschließungen und Containerlösungen zu vermeiden.

Die Ausstattung der Wilhelmshavener Schullandschaft bedarf grundsätzlich einer permanenten Überprüfung und muss dabei den Anforderungen der jeweiligen Schulform angepasst sein.

Natürlich gab es in unserem Gespräch Themenbereiche, die nicht direkt über kommunale Möglichkeiten allein beeinflussbar sind.

So wurden die bekannten Defizite in der Inklusion, insbesondere in der sächlichen, aber auch in der personellen Ausstattung ebenso angesprochen wie die gewünschte Einrichtung von Studienseminaren vor Ort in der Lehrerausbildung  für den SEK I-Bereich. Und natürlich wurde die Unterrichtsversorgung insgesamt als nicht ausreichend betont.

In der landesfinanzierten Schulsozialarbeit ist aus Sicht der GEW mehr darauf zu achten, das die personellen Kapazitäten nicht ständig fluktuieren .

Unser Gespräch hat mich darin bestärkt, das das Thema Bildung nur in sehr enger Verzahnung von Schule, Elternschaft und der Politik und Verwaltung im Interesse unserer Kinder zukunftsgerecht gestaltet werden kann.

Auf dem Foto von links:

Dieter Meisel (GEW Kreisvorstand WHV)

Beata Bartnick-Hoeft (Vors.GEW Kreisvorstand WHV)

Niels Weller